Fr

23

Dez

2016

Die Praxis Daniela Baumgarten wünscht Fröhliche Weihnachten

Weihnachten als Musterunterbrechung

Das Jahr neigt sich dem Ende; der Tannenbaum ist geschmückt, der Weihnachtsbraten vorbereitet und die Geschenke verpackt. Ich habe mir in diesem Jahr bewusst früh Zeit genommen, um mich in Ruhe auf die Feiertage vorbereiten zu können. Naja , eigentlich hat meine Familie etwas gemeckert und die Kleine hat sich gewünscht, dass ich endlich einmal zur Weihnachtsfeier in ihrer Grundschule dabei bin und zuschauen kann, wie sie in der Kirche eine Strophe eines Gedichts aufsagt. Ich bin also heute, am Vorabend der Weihnachtstage, recht entspannt.

 

In diesem Jahr ist sehr viel passiert. Gesellschafts-politisch ist es wohl eines der Bedeutsamsten, die ich bisher bewusst erlebt habe: Brexit, Trump-Wahl und nun das Attentat in Berlin. In einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, in einer Zeit, in der sich politische Gegner in Sozialen Netzwerken duellieren und auch politisch Uninteressierte zu jedem auch so unwichtigen Post ihr Statement abgeben, begegnete ich – die schon vor Jahren aus der Kirche Ausgetretende – einer Predigt eines Pastors, der darüber sprach, dass Weihnachten „eine Pause“ sei. Dass mit Christi Geburt vor 2016 Jahren eine Veränderung eingetreten sei. Wozu ein Schulgottesdienst alles so dienlich sein kann. Ich schaltete also bereits recht früh ab, als der Pastor zu predigen begann und in meinem Kopf drehte sich alles nur noch um das Bild der „Pause“. So unrecht schien er gar nicht zu haben.

 

Wenn ich mit meinen Klienten oder Freunden, mit meiner Familie oder meinen Kollegen über die Weihnachtszeit und unsere Bräuche spreche, dann treffe ich fast immer auf gestresste Menschen, die sich darüber beklagen, dass Weihnachten nur noch Konsum ist und dass sie diese Zeit am Liebsten aus dem Kalender streichen würden. Mir tut dies immer so leid, denn ich liebe die Weihnachtszeit. Ich liebe es, wenn ich kurz vor dem ersten Advent die Weihnachtsdekoration aus dem Keller hole und beginnen kann, die Wohnung zu schmücken. Ich liebe es, die vier Kerzen des Adventskranzes anzuzünden, die zahlreichen mit Lichtern dekorierten Häuser zu beobachten, die Weihnachtsmusik auf den Weihnachtsmärkten und auch, für jene, die mir wichtig sind, Geschenke zu besorgen. Ich liebe gerade den Geschenkeeinkauf, weil ich mir Gedanken darüber mache, womit ich meiner Mutter, meinen Nichten oder meiner Tochter eine Freude machen könnte. Ich bin gedanklich mit ihnen beschäftigt und gerade dies kommt im Alltag häufig zu kurz. Ich freue mich dann darauf, wie meine Familie ihre Geschenke auspackt und wie gerade bei den Kleinsten leuchtend-strahlende Augen mein Herz erfüllen.

 

Eines meiner größten Tools in meiner Arbeit als Therapeutin ist das Einsetzen einer Musterunterbrechung. Gerade dann, wenn wir uns mit allem, was wir tun, im Kreis zu bewegen scheinen, wenn all das, was wir bisher getan haben, um einen lang andauernden Konflikt zu beheben, nicht gefruchtet hat, dann macht es Sinn, erst einmal einen Break zu setzen. Meistens kommen mir die konkreten Umsetzideen ganz spontan und ich entwickle diese aus einem Gespräch heraus.

 

Zum ersten Mal wurde mir an diesem besagten Morgen im Schulgottesdienst bewusst, dass auch Weihnachten eine Musterunterbrechung ist. Wir werden in dieser Zeit nachsichtiger und wärmer, wir sind offener für Lösungsmöglichkeiten und sehnen uns nach Harmonie und Ruhe. Gerade diese Zeit dient dazu, einen langen Streit zu unterbrechen, auf einen Menschen, mit dem wir sehr lange nichts zu tun hatten oder den wir gar gemieden haben, zuzugehen und vieles unserer Mitmenschen zu verzeihen. Denn es ist Weihnachten.


Als Nicht-Christin kann ich sehr gut mit diesem Brauch leben. Und eigentlich ist es ja auch genau das, was den christliche Gedanke darin ausmacht: Nächstenliebe, Zuneigung und Menschlichkeit.

 

Ich bedanke mich ganz herzlich für die vielen schönen Begegnungen in 2016 und wünsche allen besinnliche Weihnachtstage und einen gesunden Start ins neue Jahr.

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Mi

16

Nov

2016

Pubertät - Minikongress

Vom 15.11. - 20.11.2016 findet der 2. Minikongress zum Thema "Pubertät" statt. Am 16.11.2016 gibt`s ein Interview mit Daniela Baumgarten zu diesem Thema.

 

Wer ihn verpasst hat, kann ihn sich hier noch einmal anschauen

 

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Mi

09

Nov

2016

Mut zur Veränderung

"Es gibt keinen Augenblick in unserem Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen könnten." (Charles de Foucauld)

 

Einer meiner Klienten hat mir diesen Spruch neulich in einer Therapie-Sitzung vorgelesen. Ich war sofort begeistert, da er genau das widerspiegelt, was wir täglich in den Psychotherapie, Familientherapie oder Paartherapie erleben: häufig fühlen wir uns so geblendet von der Wucht der Probleme, mit denen wir uns gerade umgeben, dass es uns gar nicht möglich ist, überhaupt über den Tellerrand zu schauen. Wir drehen uns immer wieder um das gleiche Thema, begeben uns in eine Art Trancezustand, der uns nur noch auf das Probelmatische und Krisenhafte fokussieren lässt. Häufig hilft es uns und wir empfinden es nahezu als erleichternd, wenn wir mit einem Menschen sprechen, der einen ganz neuen Blickwinkel öffnet, der unsere Gedanken weg von dem Unerwünschten hin zu einer Idee oder einer vagen Hoffnung lenkt. Es ist auch irrelevant, ob dies realistisch ist oder gar erreichbar. Erst einmal geht es darum, in dem tristen Grau oder gar Schwarz, das wir empfinden, einen kleinen bunten Anteil zu sehen, der uns eine Brücke zu einem neuen Ansatz liefern kann.

 

Der Spruch sagt, dass wir immer in der Lage sind, einen neuen Weg einzuschlagen. Wäre es so leicht, würden wir es bestimmt jeder sofort umsetzen. Wozu auch auf der Stelle stehen? Wozu schmerzhaft an Vergangenem festhalten? Manchmal sind wir wie gelähmt, blind davor, Möglichkeiten zu sehen. Wir steigen nie zweimal in den gleichen Fluss. Alles, was wir tun, befindet sich im Wandel. Wir können nicht stehen bleiben, genauso wie wir nicht nicht kommunizieren können. Wir empfinden es nur nicht, als ob sich etwas ändert.

 

Jemanden an seiner Seite zu haben, der uns auf das Mögliche fokussiert - auf ein anderes Leben, auf andere Entscheidungen, auf andere Haltungen - unterstützt uns maßgeblich dabei, das, was uns im Weg steht, das womit wir uns so schwer tun, zu überschreiten und einen neuen, bisher nicht gesehen Weg einzuschlagen. Sie kennen es sicherlich alle: wochenlang haben Sie sich mit einem Thema gegrämt, sind mit sich ins Zwiegespräch gegangen, haben einen Konflikt mit sich, dem Arbeitgeber oder einem Freund/Familienmitglied offen oder heimlich ausgetragen. Irgendwann dann kommt der Tag, wo sie plötzlich alles klarer sehen und feststellen, dass es immer einen "Ausweg" gibt, immer eine Alternative zu der von uns gewählten. Dann fällt es uns wie Schuppen von den Augen und wir können wieder aktiv nach vorne gehen.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den passenden Augenblick finden, der Ihr Leben verändert. Der Ihnen ermöglicht einen neuen Weg einzuschlagen.

 

Ihre Daniela Baumgarten, Praxis für Systemische Einzeltherapie, Paartherapie und Familientherapie in Siegen

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Fr

21

Okt

2016

Altes im neuen Glanz

Altes im neuen Glanz

 

 

Nach einiger Umbauzeit ist es nun offiziell: wir haben die neuen Räume bezogen. Sie finden unsere Praxis für Systemische Therapie, Supervision und Paar- und Familientherapie nun im Erdgeschoss der Villa Sauer in Siegen. Inhaltlich hat sich nichts verändert. Ich konnte jedoch nun ein neues Gesicht für meine Arbeit gewinnen: die Praxis wird nun von Kathrin Goerke in der Verwaltung unterstützt.
 
Ansonsten ist alles wie gewohnt. Wir stehen Ihnen weiterhin in allen Fragen der Therapie - ob Psychotherapie, Paartherapie oder Familientherapie - zur Seite. Auch gibt es nun die Möglichkeit, mit kleineren Gruppen supervisiorisch zu arbeiten.
 
Schauen Sie doch mal vorbei! Und wer nicht warten kann, hier ein paar Eindrücke.
 
Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Praxisteam Daniela Baumgarten

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